Manchmal gewinnt ein Gast einfach zu viel Geld und die Spielbank reagiert. Ein spektakulärer Casino-Rauswurf sorgt in der Welt des Glücksspiels immer wieder für grosses Aufsehen. Betreiber berufen sich dabei meist auf ihr Hausrecht, um sich vor extremen Verlusten zu schützen.
Das deutsche beziehungsweise europäische Glücksspielrecht gibt den Betreibern ein weitreichendes Hausrecht. Niemand hat ein automatisches Recht darauf, unendlich lange in einer Spielbank zu verweilen oder zu spielen. Wenn die Wahrscheinlichkeiten mathematisch nicht mehr zugunsten des Hauses stehen oder Profispieler am Werk sind, ziehen die Manager die Reissleine. Dies geschieht oft still und leise, manchmal aber auch mit Security-Begleitung zum Ausgang.
Gründe für den Platzverweis
Neben dem reinen Glück und hohen Gewinnen gibt es oft noch andere Auslöser für solche Massnahmen. Das Zählen von Karten beim Blackjack oder das Ausnutzen von technischen Mängeln an Spielautomaten sind illegale oder unerwünschte Praktiken. Wer hierbei erwischt wird, muss sofort gehen. Aber selbst völlig legales und glückliches Verhalten schützt nicht immer vor einem Verbot, da Casinos rein wirtschaftlich arbeiten und das Risiko minimieren müssen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hausrecht ein mächtiges Instrument für jede Spielbank bleibt. Wer dauerhaft erfolgreich sein will, muss nicht nur das Spiel beherrschen, sondern auch die ungeschriebenen Gesetze der Diskretion und des unauffälligen Gewinnens kennen.
